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Bauherren haben auf Brandschutz zu achten

Veröffentlicht am Dienstag, 8. Mai 2018 von RA Johannes Fellner

Das Stichwort „Brandschutz“ taucht immer wieder in der öffentlichen Diskussion auf, wenn es um Großbauten geht. Brandschutz ist aber auch für Einfamilienhäuser unentbehrlich und vorgeschrieben. Die Bundesländer haben den Brandschutz in ihren Landesbauordnungen geregelt.

Grundsätzlich müssen Architekten beim Entwurf eines Gebäudes sichere Baustoffe und Konstruktionen wählen, Fluchtwege für die Bewohner vorsehen und Zufahrten für Rettungsfahrzeuge einplanen. Dieser sogenannte vorbeugende Brandschutz ist überall Vorschrift. Er wird aber nicht immer technisch korrekt umgesetzt. Der sogenannte zweite Rettungsweg etwa gehört zu einer seriösen Planung und ist für jedes Geschoss mit Aufenthaltsräumen(das sind Räume, die nicht nur zum vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt oder geeignet sind) vorgeschrieben. Selbst der Hobbyraum im Keller kann ein solcher sein. Fehlt der zweite Rettungsweg, ist das ein Planungsfehler und der muss so früh wie möglich behoben werden. Bauherren sollten sich im Zweifel bei einem Sachverständigen für Baumängel Rat holen, denn gerade beim Brandschutz sind es in der Regel Detailfragen, die zu beachten sind. Der Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht kennt geeignete Sachverständige und kann dem Bauherrn bei der Durchsetzung seiner Rechte gegenüber dem Planer weiterhelfen.

Johannes Fellner
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau-und Architektenrecht